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Both In Time von vorn: rotes Fenster, Banderole mit QR-Code, zwei Siegel und die Nadel
1 / 10 · Both In Time von vorn: rotes Fenster, Banderole mit QR-Code, zwei Siegel und die Nadel

Both In Time

Eine Lochkamera. Zwei Momente. Ein Negativ.

Eine analoge Kamera für zwei. Du belichtest die eine Hälfte, jemand anderes die andere, Wochen oder Jahre später. Zusammen wird daraus ein einziges Negativ, entwickelt mit Instantkaffee in der abgedunkelten Küche.

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Eine Lochkamera. Zwei Momente. Ein Negativ.

Both In Time

Both In Time ist eine Kamera, die nur zu zweit funktioniert. Du belichtest die erste Hälfte des Negativs: einen Menschen, einen Ort, einen Nachmittag. Dann gibst du die Kamera aus der Hand. Später belichtet jemand anderes die zweite Hälfte, an einem anderen Ort, vielleicht ohne dich je zu treffen.

Es gibt kein Display, keine zweite Chance, keinen Löschknopf. Ein Loch von 0,3 mm, eine Belichtung von vier Sekunden bis zu mehreren Stunden, ein einziges Negativ auf einem Blatt im A5-Format. Was am Ende auf dem Papier steht, hat keiner von euch allein komponiert, und genau das macht es zu eurem Bild.

Wie lange ihr wartet, entscheidet ihr. Manche geben die Kamera in wenigen Wochen weiter. Andere verschließen sie mit dem Siegel-Sticker, schreiben ein Datum darauf und öffnen sie erst in Jahren: zum achtzehnten Geburtstag, zum zehnten Jahrestag. Dieselbe Kamera, nur eine längere Geduld.

Die Idee ist nicht neu. 1999 baute Przemek Zajfert die erste Camera obscura mit zwei Löchern, eines für Stuttgart, eines für Berlin, weil zwei Künstler für ein gemeinsames Bild zu weit auseinander waren. Both In Time ist diese Kamera, klein genug zum Verschenken.

Entwickelt wird in der abgedunkelten Küche, mit Instantkaffee. Jede Kamera wird in Stuttgart von Hand gebaut und trägt ihre eigene gestempelte Nummer, fortlaufend ab 0001. Zwei gleiche gibt es nicht: Farbton des Kartons, die genaue Position des Stempels und kleinste Maßtoleranzen unterscheiden sich von Stück zu Stück.

Die Vorderseite aus der Nähe: die rote Banderole, zwei schwarze Siegel und die goldene Nadel

Was ist drin

  • Eine handgebaute Both In Time Lochkamera mit Aluminium-Lochblende und gestempelter Nummer
  • Ein eingelegtes Blatt lichtempfindliches Fotopapier im A5-Format
  • Eine Akupunkturnadel (0,3 mm), um das Loch zu stechen
  • Zwei Klebestreifen, um das Loch nach dem Belichten zu verschließen
  • Ein Stück rote Folie, um dir eine Dunkelkammer zu bauen
  • Ein Kraftpapier-Umschlag mit Siegel-Sticker
  • Ein QR-Code zur Anleitung mit Kaffee-Entwickler-Rezept, in Deutsch / English / Español

Wie funktioniert es

Person 1 belichtet die erste Hälfte. Motiv wählen, von vier Sekunden bis zu Stunden stillhalten, das Loch wieder zukleben. Kein Sucher. Du komponierst mit dem Gefühl.

Die Kamera geht weiter: an jemanden anderen, an einen anderen Ort, an einen anderen Tag. Solange das Loch geschlossen ist, wartet die belichtete Hälfte geduldig im Dunkeln.

Person 2 belichtet die zweite Hälfte und entwickelt das fertige Negativ mit Caffenol: fünf Minuten in der abgedunkelten Küche, nur unter Rotlicht (die rote Folie liegt bei). Zum Schluss invertiert ihr es zum Positiv; unser Negativ-Tool hilft dabei.

Zwei Hände, zwei Ideen

Die Vorderseite der Kamera gestaltet ihr selbst: Zeichnungen, Fotos, ein paar handgeschriebene Worte, ein Datum. Das Negativ innen bleibt euer gemeinsames Bild.

  • Fertige Both In Time Tafel: links eine entwickelte Lochkamera-Aufnahme, rechts ein handgezeichneter Baum.
  • Fertige Tafel: eine Hälfte entwickeltes Foto, eine Hälfte farbige Zeichnung mit Sonne und Blumen.
  • Fertige Tafel: entwickelte Aufnahme neben einer eingeklebten gepressten Blume und farbigem Papier.
  • Fertige Tafel: ein gemeinsames, in Kaffee entwickeltes Bild zweier Menschen am Meer, mit handschriftlicher Notiz.
  • Fertige Tafel: ein handgeschriebenes Gedicht in Tinte, mit kleinem Herz und Datum.
  • Fertige Tafel: eine bunte Buntstiftzeichnung von Bergen, Sonne und Vögeln.
  • Fertige Tafel: eine Collage aus gepresster Blume, einem Ticketstück und Washi-Tape.
  • Fertige Tafel: eine schwarze Linienzeichnung zweier Hände, die sich fast berühren.

Was dabei herauskommt

Jedes Bild hier ist durch ein Loch von 0,3 mm auf Fotopapier entstanden und in einer abgedunkelten Küche entwickelt worden. Weich, verzeichnet, an den Rändern unscharf: so sieht diese Kamera die Welt.

Lochkamera-Bild: ein langgestrecktes Gebäude, daneben offenes Feld mit Bäumen
Lochkamera-Bild: Pferde auf einer Weide im Gegenlicht
Lochkamera-Bild: ein Innenraum in Rot und Blau, stark verzeichnet
Lochkamera-Bild: eine Verkehrsbake vor Himmel und Bäumen
Lochkamera-Bild: eine Brücke über ruhiges Wasser, Schwarzweiß
Lochkamera-Bild: eine Figur aus Metall neben hohem Gras
Lochkamera-Bild: eine Unterführung mit Licht am anderen Ende
Lochkamera-Bild: eine Straße mit Fachwerkhäusern
Lochkamera-Bild: grüne Lichtspuren über eine lange Belichtung
Lochkamera-Bild: ein Haus hinter einer weiten Rasenfläche
Lochkamera-Bild: eine nächtliche Straße, Schwarzweiß
Lochkamera-Bild: ein Steg, der ins Wasser führt
Lochkamera-Bild: ein umgestürzter Baum im Wald
Lochkamera-Bild: flaches Land im Abendlicht
Lochkamera-Bild: ein leerer Raum mit Stühlen und einer Uhr
Lochkamera-Bild: eine Straßenecke mit Fachwerk und Litfaßsäule
Lochkamera-Bild: Blick aus einem Autoinnenraum, Schwarzweiß
Lochkamera-Bild: eine Halle mit Pfeilern und Deckenlicht
Lochkamera-Bild: ein Weg durch ein Feld, Schwarzweiß
Lochkamera-Bild: ein Haus am Rand einer Düne

Und wer sie baut

Hände gestalten eine Kamera an einem Holztisch
Aufsicht: eine Person setzt eine Kamera zusammen
Eine Person beschriftet eine Kamera am Tisch
Zwei Personen bauen gemeinsam an einer Kamera

Daten

Bildformat
ca. 10 × 15 cm (A6)
Bildcharakter
Schwarzweiß, weich und malerisch: das Negativ in warmem Sepia, das Positiv nach dem Umkehren in kühlem Indigoblau — kein scharfes Digitalfoto
Maße
230 × 315 × 30 mm (B × H × T)
Belichtungszeit
ab 4 s, bei sehr wenig Licht auch StundenBelichtungszeit berechnen →
Material
Karton, lichtempfindliches Fotopapier, Aluminium-Lochblende, Akupunkturnadel 0,3 mm
Gewicht
180 g
Nummerierung
gestempelt, fortlaufend ab 0001

Hersteller

Name
Both In Time, Jan Zajfert
Anschrift
Gutenbergstraße 96, 70197 Stuttgart, Deutschland
E-Mail
[email protected]
Charge / Modellnummer
Both In Time, Modell 2026 · Seriennummer gestempelt, fortlaufend ab 0001
Sicherheitshinweise

Enthält eine spitze Nadel. Kein Spielzeug, nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Alle drei Entwickler-Zutaten sind Lebensmittel: Instantkaffee, Vitamin C und Natron. Natron ist als Lebensmittelzusatzstoff E500 zugelassen und in der EU nicht als Gefahrstoff eingestuft. Der angerührte Entwickler ist trotzdem kein Getränk und gehört nicht in die Augen; nach dem Anrühren die Hände waschen. Verbrauchten Entwickler mit reichlich Wasser über den Abfluss entsorgen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Eine Kamera ohne Linse. Statt Glas bündelt ein winziges Loch von 0,3 mm das Licht auf das Fotopapier. Das ist die älteste Form der Fotografie. Sie braucht nur Licht, Zeit und Geduld. Kein Strom, keine Elektronik, nichts, das kaputtgehen kann.

Ab vier Sekunden, je nach Licht. Draußen in der Sonne geht es schnell, drinnen oder in der Dämmerung dauert es länger, und bei sehr wenig Licht können es Stunden werden. Ein Stativ oder eine feste Unterlage hilft, denn Wackeln verzeiht die Kamera nicht. Unser Belichtungszeit-Helfer rechnet es dir aus.

Ein Entwickler aus Instantkaffee, Vitamin C und Natron: Zutaten aus Supermarkt und Drogerie, zusammen unter 5 €. Der Kaffee entwickelt das Bild, das Vitamin C beschleunigt, die Soda macht die Lösung basisch. Kein Speziallabor, kein giftiger Abfluss. Das Rezept findest du in der Online-Anleitung, die Zutaten kaufst du selbst dazu.

Schwarzweiß, aber nicht neutral grau: Das Negativ kommt in einem warmen Sepia-Ton aus dem Caffenol, weich und malerisch, wie die Beispielbilder auf dieser Seite. Du fotografierst es ab und machst mit dem Negativ-Positiv-Helfer ein Positiv daraus — das bekommt dabei den kühlen, indigoblauen Ton. Am Ende habt ihr zwei Dinge: das Original-Negativ auf einem A5-Blatt Fotopapier, und das Positiv als digitales Bild, das ihr teilen oder drucken könnt.

Ja, ganz dunkel. Das Rotlicht ersetzt die Dunkelheit nicht: Es ist nur das einzige Licht, das im dunklen Raum brennen darf, weil Fotopapier auf Blau und Grün reagiert und für Rot fast blind ist. Warte auf die Nacht, klebe die Fenster ab oder geh in einen Raum ohne Fenster, etwa Bad oder Keller. Erst wenn es wirklich dunkel ist, schaltest du die rote Lampe ein und öffnest die Kamera. Die rote Folie dafür liegt jeder Kamera bei.

Jede Kamera wird von Hand in Stuttgart gefertigt, nicht auf Lager gehalten. Sobald deine Zahlung da ist, fangen wir an zu bauen: 5 Werktage Handarbeit. Danach ist die Kamera innerhalb Deutschlands 2–5 Werktage unterwegs, in die Schweiz 4–9. Zusammen sind das 7–10 Werktage in Deutschland und 9–14 in die Schweiz. Wir liefern derzeit innerhalb Deutschlands und in ausgewählte Länder außerhalb der EU; die Liste siehst du im Bestellvorgang.

Ja, du hast 14 Tage Widerrufsrecht, und zwar auch dann, wenn die Kamera schon geöffnet ist. Unbenutzt und original verschlossen bekommst du den vollen Betrag zurück. Wenn die Kamera offen war, fällt Licht auf das Fotopapier und es ist belichtet: Für diesen Wertverlust ziehen wir einen Wertersatz ab, der bis zum vollen Kaufpreis reichen kann. Öffne die Kamera also nur, wenn du sie behalten willst. Die Rücksendekosten trägst du selbst, außer die Kamera ist defekt.

Solange das Loch zugeklebt ist und kein Licht an das Fotopapier kommt, wartet eine belichtete Hälfte problemlos Wochen oder Monate. Trocken und dunkel gelagert, oder mit dem Siegel-Sticker verschlossen und mit einem Datum beschriftet, sind auch Jahre möglich. Genau darauf ist die Kamera ausgelegt: Manche entwickeln nach ein paar Wochen, manche warten bewusst bis zum nächsten runden Geburtstag.

Ja. In Stuttgart zeigen wir an einem Nachmittag die ganze Praxis: die Kamera verstehen, gemeinsam belichten, in Caffenol entwickeln. Sechs Plätze pro Termin. Die nächsten Termine findest du unter Workshops.

Ja, ab sechs Kameras für Teams, Events oder Abschiede. Der Preis bleibt bei 79 € pro Kamera, wir stellen eine Rechnung und liefern an eine Adresse. Auf Wunsch beschriften wir jede Kamera einzeln von Hand. Schreib uns über die Seite Für Unternehmen.